Benjamin Maack

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein


 

„Bin ich jetzt ein Leben müde?“, fragt Benjamin Maack, als er mit seinem großen, schwarzen Rollkoffer vor der Psychatrie steht. Vier Jahre zuvor hatte er sich schon einmal eingewiesen, nach einem Nervenzusammenbruch - die Diagnose: Depression. Jetzt ist er wieder hier und berichtet von den letzten Nächten, die er nicht mehr im Ehebett, sondern auf dem Sofa verbringt, schlaflos, nervös in Panik. Und dem Alltag in der Klinik, wie er mit den Mitpatienten „Alarm für Cobra 11“ schaut oder im großen Aufenthaltsraum Delfine im Mondlicht puzzelt. Wie ihm statt Frau und Kindern die Pfleger zum 40. Geburtstag gratulieren und wie er in der Kreativwerkstatt lernt, zu sticken.
Er erzählt von Medikamenten, ihren Nebenwirkungen, von Selbstmordgedanken, und jenem Abend, an dem auch starke Beruhigungsmittel nich mehr halfen.
Benjamin Maack, geb. 1978, ist Journalist und Schriftsteller aus Hamburg. Er studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Volkskunde und arbeitete u. a. für Prinz, GEE und einestages,  dem Zeitgeschichte-Portal von Spiegel Online. Von der faz wurde er 2012 als einer der wichtigsten Autoren der Gegenwart genannt. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb erhielt er 2013 für seinen Beitrag Wie man einen Käfer richtig fängt den 3sat-Preis.



Termine


27. April 2020 - 20:00



Preise


Normal: 12 €
Der Kartenverkauf findet ausschließlich in der Buchhandlung Isensee statt.



Veranstalter


Buchhandlung Isensee